Test senkt Risiko bei Herzklappentransplantation

Doktorandin Isabel Ralle prüft eine mit Proben besetzte weiße Membran

Passen Patient und Prothese zusammen?
Eine kleine Blutprobe reicht, um das herauszufinden

Menschliche Spenderherzklappen stehen der Kinderherzchirurgie kaum zu Verfügung. Doch dank jahrelanger Forschungsarbeit können wir heute davon ausgehen, dass Herzklappenprothesen von Schweinen Leben retten können. Diese tierischen Herzklappen sind ausreichend verfügbar und können Kindern, die mit einem schweren angeborenen Herzfehler zur Welt gekommen sind, implantiert werden. Sie bringen keine Thrombosegefahr mit sich und sind langlebiger als mechanische Herzklappenprothesen. Ihr größter Vorteil ist allerdings ein anderer: Sie wachsen mit. Das erspart dem Herzkind, dessen Herz und Blutgefäße noch viele Jahre wachsen, weitere Operationen.

Allerdings besteht die Gefahr, dass der kleine Körper eines Herzkindes die tierische Herzklappenprothese abstößt. Diese Gefahr tritt bei der Transplantation menschlicher Herzklappen nicht auf.

Die kinderherzen suchen daher nach einem Test, der vor der Operation Auskunft darüber gibt, ob Patient und Prothese zueinander passen. Sie haben die Kinderherzchirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) damit beauftragt, ein geeignetes Testverfahren zu entwickeln.

 

Für Kinder gibt es kaum menschliche Spenderherzklappen. Tierische Herzklappen können Leben retten. Helfen Sie uns, die geeigneten zu finden!

Exaktes Pipettieren ist unerlässlich für verwertbare Ergebnisse

Der Test soll für jeden Patienten die optimale Herzklappenprothese identifizieren. Ob und wie stark der Körper eines Herzkindes die Herzklappenprothese von einem Schwein abstößt, hängt sowohl von der Herzklappe als auch vom Patienten ab.

Suche nach dem geeigneten Implantat

Sobald dieser Test entwickelt ist, reicht vor der Operation eine kleine Blutprobe des Patienten, um die Antikörperbindung an verschiedenen tierischen Herzklappen zu untersuchen. Voraussetzung ist, dass bereits Vorfeld mehrere Herzklappen für eine Transplantation vorbereitet wurden. Herzklappen, die eine erhöhte Bindung von Antikörpern aufweisen, können so identifiziert werden. Sie kommen für das Herzkind, das dringend eine neue Herzklappe benötigt, nicht als Implantat in Frage.

 
Ihre Hilfe macht den Unterschied!
Wir benötigen Ihre Hilfe. Denn wir möchten unsere mittlerweile jahrelange Forschung zu mitwachsenden Herzklappen intensivieren. Helfen Sie uns, das Projekt in Hannover zu realisieren. Unser Ziel ist immer, das Leben der Herzkinder zu verbessern.

Spendenkonto:
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BIC: BFSWDE33XXX

Forschungsziele auf einen Blick:

 

kinderherzen Forschung

Spender und Empfänger müssen harmonieren
Wenn ein Herzkind die Spenderherzklappe eines Menschen erhält, entscheidet einzig und allein die Größe der Herzklappe, ob Patient und Implantat zueinander passen. Bei tierischen Herzklappen hingegen ist das anders. Es kann immer passieren, dass der Körper die tierische Klappe abstößt. Spender und Empfänger sind inkompatibel. Diese Nebenwirkung wollen wir in jedem Fall verhindern.

kinderherzen-Experten

„Die Verwendung tierischer Herzklappen-Matrices ohne Zellen rückt in greifbare Nähe. Mit diesem Test wollen wir verhindern, dass Kindern eine solche Klappe implantiert wird und dann Antikörper gegen das Implantat gebildet werden. Das kann sehr selten vorkommen.“
Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Haverich
Direktor der Klinik für HTTG-Chirurgie an der
Medizinischen Hochschule Hannover

 

Daten und Fakten

Titel ausführlich: „Entwicklung eines präoperativen Tests zum Ausschluss immunologischer Inkompatibilität zwischen Patienten und Prothese“
Projekt-Nr.: W-H-009/2015
Standort: Medizinische Hochschule Hannover
Laufzeit: April 2016 bis Dezember 2016
Kosten: 59.810 Euro