Lungenhochdruck im Kindesalter

Pipettierung von Blut der Lungenhochdruck-Patienten

Pulmonale Hypertonie - Was ist das eigentlich?

Lungenhochdruck ist eine Krankheit, die die Blutgefäße verengt und dadurch langfristig zu einer tödlichen Überlastung des Herzens führt. Bei Kindern tritt die pulmonale Hypertonie meist in Folge eines Herzfehlers auf.

Stark vereinfacht kann die Erkrankung so beschrieben werden: In der Lunge herrscht normalerweise niedriger Druck und ein sehr geringer Strömungswiderstand. Damit kann das Blut auch unter Belastung ohne erheblichen Druckanstieg durch die Lunge fließen.

Bei Lungenhochdruck steigt der Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge. Die rechte Herzhälfte pumpt fortan gegen einen Widerstand – vergleichbar mit einem gefüllten Gartenschlauch, dessen Ende zugehalten wird – Blut in die Lunge.

 

Zentrifugation des Blutes

Symptome von kindlichem Lungenhochdruck

Die Diagnose einer pulmonalen Hypertonie im Kindesalter ist nicht selten ein Zufallsbefund. Die Erkrankung beginnt meist ohne klare Anzeichen und bleibt deshalb oft unbemerkt. In der Regel vergehen deshalb Jahre bis zur richtigen Diagnose.

Typische Beschwerden sind:
- Kurzatmigkeit
- schnelle Müdigkeit
- Brustschmerzen
- Schwindel
- bläuliche Verfärbung von Haut und Lippen

Unbehandelt hat die Krankheit folgenschwere Auswirkungen für junge Herzkinder: Über die Lunge kann weniger Sauerstoff aufgenommen werden. Das Herz muss bei Lungenhochdruck gegen einen erhöhten Druck arbeiten. Auf Dauer vergrößert es sich dadurch, wird schwächer und kann im schlimmsten Fall ganz versagen.

 

Laut Statistik sterben betroffene Kinder drei bis fünf Jahre nach Diagnosestellung!

Der Grund dafür ist, dass eine gezielte Therapie bisher nicht oder zu spät erfolgt.
Hier setzt unsere kinderherzen Forschung an!

Ihre Hilfe macht den Unterschied!
Damit die lebensrettende Forschungsarbeit fortgeführt und ausgebaut werden kann, benötigen wir Ihre Hilfe. Ihr Engagement hilft uns dabei, die Forschung in Hannover voranzubringen und die Zukunftschancen von an Lungenhochdruck erkrankten Kindern zu verbessern.

Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE47 3702 0500 0008 1242 00
BIC: BFSWDE33XXX

Forschungsziele auf einen Blick:

 

kinderherzen Forschung

Früherkennung und bessere Therapie
Am Zentrum für Pulmonale Hypertonie im Kindesalter an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wird im Auftrag der kinderherzen geforscht.
Neben der Direktversorgung Betroffener suchen die Mediziner nach so genannten „Biomarkern“, mit deren Hilfe Lungenhochdruck in Zukunft besser erkannt und früher therapiert werden kann. Zudem soll untersucht werden, welche Rolle diese Markersubstanzen bei der Entwicklung der Krankheit spielen.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung eines Medikamentes, durch dessen Einsatz geschädigte Blutgefäße in Zukunft auf molekularer Ebene repariert werden können.

kinderherzen Experten

„Unser Ziel ist es, in absehbarer Zeit neue Diagnoseansätze zur Früherkennung zu etablieren und innovative Therapieansätze mit neuen Wirkstoffen für Lungenhochdruck und Herzschwäche zu entwickeln."
Professor Dr. Georg Hansmann
Leiter des Zentrums für Pulmonale Hypertonie im Kindesalter der Medizinischen Hochschule Hannover

 

Daten & Fakten

Titel ausführlich: „Biomarker Analyse in Blutplasma und Geweben von Patienten mit Pulmonalarterieller Hypertonie (PAH)/
angeborenen Herzfehlern und im Tiermodell für angioobliterative PAH mit Rechtsherzversagen“
Projekt-Nr.: W-H-001/2014
Standort: Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Zentrum für Pulmonale Hypertonie im Kindesalter
Laufzeit: April 2015 bis März 2017
Kosten: 290.300 Euro